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Erste Sportler im olympischen Dorf von London

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Erste Sportler im olympischen Dorf von London

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Elf Tage vor der Eröffnung der Olympischen Spiele wurden die ersten 335 Athleten und 700 Betreuer aus 50 Ländern am Flughafen Heathrow begrüßt.
Unter ihnen auch die deutschen Slalom-Kanuten und Segler. Das olympische Dorf besteht aus elf Wohnhäusern mit mehr als 8.400 Zimmern.
10.490 Sportler aus 204 Ländern, die in 26 Disziplinen antreten, werden hier wohnen – und mit dem Besten verwöhnt, was die britische Küche zu bieten hat. “Best of Britain” verkündet das Banner in der Kantine, in der Londons Bürgermeister Boris Johnson schon mal kostet und schwärmt:” Ohne die Bemühungen anderer Olympia-Städte kleinreden zu wollen – für mich ist es der größte Olympia-Park, den es je in der Geschichte der Spiele gegeben hat.”
Nicht zum Schwärmen ist das Debakel der Sicherheitsfirma. Man hatte die weltgrößte – G4S – beauftragt. Und die musste in letzter Minute die Armee um Hilfe bitten, weil sie selber nicht rechtzeitig genug geeignetes Personal fand.
Der britische Kulturminister Jeremy Hunt betont:
“Wir wollen sichere Spiele, ja, dafür brauchen wir noch etwas mehr Personal von der Armee, als ursprünglich geplant, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Die Leute können sich auf sichere und erfolgreiche Spiele freuen.”
Dafür müssen Sportler und Gäste nun eben den Anblick der vielen Soldaten in Kampfanzügen in Kauf nehmen. Die Armee stockt ihr Kontingent ganz schnell noch um 3.500 auf 17.000 Militärs im Olympiaeinsatz auf. Die Sicherheitsfirma hat zu Schaden und Spott nun noch Mehrkosten von gut 63 Millionen Euro.
Sehr viel besser scheint es bei den Proben für die Eröffnungsveranstaltung zu klappen.
Der Kulturminister bekennt, ihm sei wie kurz vor einer großen Party zumute, wenn man schnell noch einmal schaut, ob alles hergerichtet ist, ob das Esser serviert werden kann.
Er gibt noch ein Versprechen ab: “Alles wird klappen wie geplant”, und bekennt: “es ist sehr aufregend.”