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IWF fordert noch mehr Reformen von Kiew

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IWF fordert noch mehr Reformen von Kiew

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Die Ukraine soll ihre Wachstumsraten weiter erhöhen. Das jedenfalls meint der Internationale Währungsfonds. Die bisherigen Bemühungen Kiews beurteilt der IWF positiv: Immerhin legte das ukrainische Bruttoinlandsprodukt in den letzten beiden Jahren um jeweils fast fünf Prozent zu. Im laufenden Jahr wird wegen der Wirtschaftskrise ein Plus von drei Prozent erwartet.

Dennoch fordert der IWF weitere Reformen. “Unsere Bedingungen sind klar und sie sind sehr wichtig”, meint der Vertreter des IWF in der Ukraine, Max Alier. “Dabei geht es um den Energiesektor, um die Gaspreise, aber auch um finanzpolitische Bereiche, etwa um das Budget. Wir glauben, dass die Ukraine, um weiter wachsen zu können, mittelfristig ein fiskalpolitisch nachhaltiges Budget braucht.”

Am vergangenen Donnerstag hatten die Präsidenten Russlands und der Ukraine, Wladimir Putin und Viktor Janukowitsch, in Jalta über die künftige Zusammenarbeit im Gas- und Ölgeschäft gesprochen. Die hohen Energiepreise machen auch dem ukrainischen Regierungschef Mykola Azarov Sorgen. “Hohe Gaspreise hemmen unser Wirtschaftswachstum”, erklärt er. “In einem sehr wettbewerbsorientierten Umfeld machen sie einige Branchen verwundbar, die Metallbranche, die chemische Industrie, auch die Landwirtschaft, weil Düngemittel immer teurer werden.”

Die Ukraine ist fast vollständig auf russische Gaslieferungen angewiesen. Moskau allerdings lehnte einen Preisnachlass auf russisches Gas für Kiew bislang stets ab.