Eilmeldung

Eilmeldung

Schuldenkrise ist Risiko für die Weltwirtschaft

Sie lesen gerade:

Schuldenkrise ist Risiko für die Weltwirtschaft

Schriftgrösse Aa Aa

Die europäische Schuldenkrise ist das größte Risiko für die Weltwirtschaft. Dies geht aus dem jüngsten Wirtschaftsausblick des Internationalen Währungsfonds hervor. Zwar erwartet der IWF für dieses Jahr einen Zuwachs von weltweit 3,5 Prozent, doch 2013 wird die Weltwirtschaft voraussichtlich nur um 3,9 statt um 4,1 ein Prozent zulegen. Für die Eurozone bleibt der IWF bei seiner Vorhersage, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um null Komma drei Prozent schrumpft. 2013 wird ein Wachstum von 0,7 Prozent erwartet. “Die Schlüsselfrage ist, ob die politische Führung Europas tut, was notwendig ist, um die Währungsunion auf ein solides Fundament zu stellen, oder ob sie das nicht tut”, so Jose Vinals vom IWF. “Meiner Meinung nach ist die Antwort ein Ja und ich hoffe, dass es bald geschieht.”

Die geplante Bankenunion sei ein Schritt in die richtige Richtung, sagte Vinals unserem Korrespondenten Stefan Grobe in Washington. Allerdings müssten die Mitgliedsländer vorher ihre Hausaufgaben erledigen. “Die Verantwortung für die Banken ist zur Zeit eine nationale. Die Behörden der einzelnen Länder, in denen es Banken mit Problemen gibt, müssen alles unternehmen, damit diese Banken rekapitalisiert und wenn nötig umstrukturiert oder sogar liquidiert werden, wenn sie nicht überlebensfähig sind.” Bei den Schwellen- und Entwicklungsländern erwartet der IWF eine Verlangsamung des Wachstumstempos. In China sieht der Fonds für dieses Jahr eine Abkühlung auf ein achtprozentiges Wachstum voraus. Für 2013 wird ein Wachstum von 8,5 Prozent prognostiziert.