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Spaniens Beamte wollen nicht sparen

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Spaniens Beamte wollen nicht sparen

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Krankenschwestern, Lehrer und andere Angestellte und Beamte im spanischen öffentlichen Dienst sind protestierend durch die Straßen von Madrid gezogen. Die Demonstranten hatten sich spontan per Mobiltelefon und über die sozialen Netzwerke im Internet organisiert.

“Hände hoch, das ist ein Überfall” skandierten die Demonstranten und meinten damit, dass die konservative Regierung von Mariano Rajoy sie ausraube. Vor dem Hauptquartier der konservativen Regierungspartei Partido Popular erinnerte die Menge lautstark an die Gefahr einer Revolution.

Auch einen jungen Feuerwehrmann haben die Einschnitte hart getroffen: “Spanien ist in einer schwierigen Situation, aber die Lösung kann nicht nur von uns kommen. Jeder muss helfen. Wer viel Geld gestohlen hat, wird nicht bestraft. Und was ist mit mir? Schon drei Mal wurde mir der Lohn gekürzt. Was soll das?”

Am Mittwoch hatte die Regierung die Kürzung der Arbeitslosenunterstützung und die Streichung des Weihnachtsgeldes im öffentlichen Dienst angekündigt. Bis 2014 soll Spanien 65 Milliarden Euro einsparen.