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"Wenn der Westen blockiert, muss sich die UNO-Mission aus Syrien zurückziehen"

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"Wenn der Westen blockiert, muss sich die UNO-Mission aus Syrien zurückziehen"

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Jetzt wird auch in der syrischen Hauptstadt Damaskus gekämpft. Das Viertel Al Tadamun stehe unter Armeebeschuss, so die oppositionellen Örtlichen Koordinationskomitees (LCC). In den Stadtteilen Kafar Susse und Dschobar habe es schwere Gefechte zwischen den Regierungstruppen und der von Deserteuren gegründeten Freien Syrischen Armee (FSA) gegeben.

Russland warf dem Westen vor, mit der Forderung nach Sanktionen einen Bürgerkrieg in Syrien zu provozieren.

Sergej Lawrow, russischer Außenminister:

“Wir hatten einen Kompromiss zwischen zwei verschiedenen Positionen erreicht und dieser Kompromiss fließt ein in unser Projekt der Konfliktlösung. Wenn unsere westlichen Partner unsere Resolution blockieren, dann wird sich die UN Mission aus Syrien zurückziehen müssen, so bedauerlich das ist.”

Russland unterstütze nicht Baschar al Assad, sondern den Annan-Plan und die Politik der Vereinten Nationen. Moskau wehrt sich dagegen, Assad zum Aufgeben zwingen zu wollen – inzwischen eine Frage des Prinzips.

Am Veto Russlands und Chinas waren bisher zwei UN-Resolutionen zu Syrien gescheitert, mit denen der Westen den Druck auf Assad erhöhen wollte.

Im Dorf Tremseh konnten die UNO-Beobachter im Nachhinein das jüngste Massaker rekonstruieren.

Sausan Ghosheh, UNSMIS-Sprecherin:

“Bei dieser Attacke wurden schwere Waffen auf dicht bewohnte Gebiete gerichtet, Artillerie eingeschlossen, Granaten und kleinere Waffen.”

In dem Dorf in der Nähe von Hama waren am vergangenen Donnerstag mehr als 200 Menschen umgekommen.

mit Reuters, dpa, AFP