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Ein schwarzer Tag für Alcatel-Lucent

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Ein schwarzer Tag für Alcatel-Lucent

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Alcatel-Lucent hat seine Gewinnerwartungen für 2012 zurückgenommen – und ist von den Anlegern dafür abgestraft worden. Der Preis für die Aktie des französisch-amerikanischen Netzwerkausrüsters verlor in Paris 19,75 Prozent und stürzte sogar unter die symbolische Marke von einem Euro. Alcatel-Lucent war der größte Verlierer im CAC40 und verzeichnete die schlechteste Börsenbewertung.

Die Gewinnwarnung resultierte aus einem unerwarteten operativen Verlust im zweiten Quartal in Höhe von 40 Millionen Euro. Im ersten Quartal zogen zwar die Verkäufe an, aber gerade im profitableren Servicegeschäft blieben sie hinter den Erwartungen zurück. Das Unternehmen hatte eigentlich gehofft, dass dieses Jahr noch besser würde als das vorige. 2011 hatte sich als das einzig profitable Jahr seit dem Zusammenschluss zwischen Alcatel aus Frankreich und Lucent aus den USA erwiesen. In sechs Jahren stürzte der Marktwert des fusionierten Konzerns um mehr als 90 Prozent ab. Laut Analysten ist Alcatel-Lucent derzeit so billig, dass es sich als Ziel für Übernahmen geradezu anbiete. Möglich wäre demnach sogar eine Zerschlagung. Trotzdem geben die meisten Experten für die Aktie eine Kaufempfehlung ab, auch wenn sie unter Druck steht.

Netzwerkausrüster leiden derzeit wegen der globalen Wirtschaftsflaute unter rückläufigen Aufträgen, auch in Asien, wo die Konkurrenz aus China die Preise drückt. Der Ausblick für die Branche ist daher düster.