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Sorgen nach Herabstufung italienischer Banken

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Sorgen nach Herabstufung italienischer Banken

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Die US-Ratingagentur Moody’s hat am Montag die Bewertung von insgesamt 13 italienischen Finanzinstituten herabgestuft. Der Schritt sei eine Folge der gesenkten Kreditwürdigkeit Italiens. Die Abstufung der Banken wird sich negativ auf die Realwirtschaft auswirken, warnen Experten: “Das ist ein großes Problem, denn unsere Banken sind angeschlagen und einige könnten gezwungen sein, Hilfe vom Staat anzunehmen. Und dazu kommt, dass wegen der angeschlagenen Banken die Kosten für Firmen und Privathaushalte, die Geld borgen wollen, sehr hoch sind”, klagt Professor Nicola Borri von der Freien Internationalen Universität für Sozialstudien, LUISS in Rom.
 
Auch für die Bevölkerung ist die Entwicklung besorgniserregend. Sie sorgt sich vor allem um ihre Sparguthaben. “Die konnten ihre Bücher nicht in Ordnung halten und jetzt muss die Regierung eingreifen und sie retten, weil sie uns erpressen, denn sie haben ja unsere Ersparnisse”, meint Bankkundin Simona. “Es gibt eine große Kluft zwischen dem realen Italien, das willig ist, das arbeiten will, und der privilegierten Klasse. Es gibt eine riesige Kluft!”, klagt Giovanni.
  
Zu den herabgestuften Instituten gehören die Großbanken UniCredit, Intesa SanPaolo. Neben den Banken ist aber auch der Öl- und Gaskonzern Eni betroffen.