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Athen braucht Geld schon im August

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Athen braucht Geld schon im August

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Die griechische Regierungskoalition hat Gespräche über die Umsetzung zugesagter Ausgabenkürzungen verschoben. 12 Milliarden Euro muss das Land nach dem Wunsch der Troika einsparen – umso mehr, als Athen früher als erwartet wieder Geld benötigt. Die nächste Kredittranche wäre erst im September fällig, aber Athen droht, schon im August pleitezugehen. Neue Sparmaßnahmen schloss der Chef der Pasok-Partei Evangelos Venizelos allerdings aus. Man werde die Regelungen und das Budget so umsetzen, wie es im März geplant war, sagte er, und dies müsse mit Bedacht auf die Bevölkerung geschehen.

Denn die hat es derzeit nicht leicht. Die Arbeitslosenquote liegt bei rekordverdächtigen 22,4 Prozent, die Rezession im Land, die längste und härteste seit dem Zweiten Weltkrieg, dauert bereits fünf Jahre. Nun müssen EU, EZB und IWF entscheiden, ob Athen einen Überbrückungskredit bekommt, um wieder einmal die Staatspleite abzuwenden.