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Eurokrise zieht Puma die Zähne

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Eurokrise zieht Puma die Zähne

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Die Krise in der Eurozone hat schließlich auch Puma erreicht. Der bayrische Sportartikelhersteller musste wegen der schwächelnden Nachfrage in Europa seine Jahresprognose senken. Das Unternehmen, eine Tochter der französischen Holdinggesellschaft PPR, musste zusehen, wie der Aktienpreis am Mittwoch in Frankfurt um fast fünf Prozent fiel. Puma war der größte Verlierer im MDax, dem Index für mittelgroße Unternehmen.

Am 26. Juli will Puma seine Bilanz für das erste Halbjahr vorlegen. Aber schon warnte das Unternehmen, dass der Gewinn vor Steuern wie auch der Nettogewinn niedriger liegen würden als erwartet. Die Verkäufe konnten zulegen, aber nicht so stark wie erhofft.

Der drittgrößte Sportartikelhersteller der Welt hinter Nike und Adidas ist stärker als seine Konkurrenten von den europäischen Märkten abhängig, wo er 45 Prozent seiner Umsätze erzielt. Die steigende Arbeitslosigkeit in der Eurozone schwächt die Kaufkraft der Verbraucher – und gerade die unter 25-jährigen, die Zielgruppe des Herstellers, sind besonders betroffen: Im Mai lag die Jugendarbeitslosigkeit bei 22,6 Prozent. Daher erwartet Puma dieses Jahr ein Umsatzplus von nur fünf Prozent – halb so viel wie ursprünglich prognostiziert.

Um seine Rentabilität zu erhöhen, will Puma die geplante Restrukturierung beschleunigen. Die Kosten werden rund 100 Millionen Euro betragen, und damit wird der Nettogewinn noch einmal deutlich sinken.