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US-Senat enttarnt britische HSBC

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US-Senat enttarnt britische HSBC

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Der Chefaufseher über die Unternehmenskultur der britischen Bank HSBC, David Bagley, hat seinen Rücktritt angekündigt. Zuvor hatte der US-Senat einen Bericht veröffentlicht, demzufolge das Institut Milliardensummen aus zweifelhaften Geschäften in die USA geschleust hat – unter den Auftraggebern waren offenbar Geldwäscher und Drogendealer.

“Ich räume schwere Fehler ein”, sagte Bagley vor einer Kommission des Senats in Washington. Trotz bester Bemühungen und des Einsatzes vieler professioneller Mitarbeiter sei die Bank hinter ihren eigenen Erwartungen und hinter denen der Behörden zurückgeblieben.

Während der Anhörung wurde ebenfalls bekannt, dass die Bank in den letzten sechs Jahren verdeckte Transaktionen mit einem Volumen von
16 Milliarden Dollar für den Iran vornahm.

Die Aufdeckung ist ein Schlag für die britische Bankenbranche. Mit Barclays steht eine weitere der vier großen britischen Banken wegen Manipulationen beim Libor-Zinssatz massiv in der Kritik. Die Royal Bank of Scotland und Lloyds, mussten in der Finanzkrise teilverstaatlicht werden.