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Akzo Nobels Farben glänzen trotz Krise

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Akzo Nobels Farben glänzen trotz Krise

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Der weltgrößte Farbenhersteller Akzo Nobel hat im zweiten Quartal die Erwartungen übertroffen. Die Ergebnisse des niederländischen Unternehmens wurden in Amsterdam mit Erleichterung aufgenommen. Die Aktie ging am Donnerstag um 6,27 Prozent nach oben und war der größte Gewinner im AEX. Der Nettogewinn des Konzerns lag 20 Prozent unter jenem im zweiten Quartal 2011, vor allem wegen hoher Restrukturierungskosten. Um sich auf einen Rückgang bei den Verkäufen sowie höhere Kosten für Rohstoffe vorzubereiten, hat das Unternehmen seine Preise erhöht. Als Ergebnis stieg der Umsatz um acht Prozent.

Akzo Nobel stellt Farben her und gilt in diesem Sektor als Luxusmarke. Daneben produziert der Konzern Beschichtungen für Boote, Flugzeuge und Haushaltsgeräte. Akzo Nobels Produkte werden in Plastik, Asphalt und sogar Eiscreme verwendet. Die Geschäfte des Unternehmens sind stark vom wirtschaftlichen Umfeld abhängig. Und gerade auf seinen Hauptmärkten herrscht Unsicherheit: Europa fürchtet eine Rezession, in den USA erholt sich der Immobilienmarkt nur langsam und Asiens Wirtschaftsmotor scheint zu stottern.

Um der Krise besser begegnen zu können, baute Akzo Nobel in diesem Jahr 800 Arbeitsplätze ab und reorganisiert seine Geschäftsfelder. Der Konzern will seinen Gewinn 2012 um 200 Millionen Euro steigern, ab 2014 soll das jährliche Plus 500 Millionen Euro betragen.