Eilmeldung

Eilmeldung

Damaskus weiter unter Beschuss

Sie lesen gerade:

Damaskus weiter unter Beschuss

Schriftgrösse Aa Aa

In Syriens Hauptstadt Damaskus tobt der Krieg – wobei sich die Amateurvideos und die Berichte von Anwohnern und Regimegegnern wie stets nicht unabhängig überprüfen lassen. Mehrere Viertel von Damaskus sollen an diesem Donnerstag von Regierungstruppen mit Hubschraubern und Artillerie angegriffen worden sein, viele Bewohner sind auf der Flucht.

Kämpfe gab es auch in den Provinzen Aleppo und Homs. Die Rebellen eroberten nach Angaben von Regimegegnern und irakischer Seite mehrere wichtige Grenzübergänge zur Türkei und zum Irak.

Irakische Grenzposten berichteten von Gräueltaten der Rebellen an Armeeangehörigen. Nach Angaben der oppositionellen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte starben an diesem Donnerstag mehr als 250 Menschen – es sei der blutigste Tag seit Beginn des Aufstandes.

Präsident Baschar al-Assad wurde erst einen Tag nach dem tödlichen Anschlag auf seinen engsten Führungszirkel im Staatsfernsehen mit Bildern ohne Ton bei der Vereidigung des neuen Verteidigungsministers gezeigt. Dessen Vorgänger war tags zuvor bei dem Anschlag getötet worden. Dass Assad am Tag des Attentats öffentlich nicht gesichtet wurde, werteten Beobachter als weiteres Zeichen seines Machtverlusts.