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Zinsen für spanische Anleihen steigen erneut

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Zinsen für spanische Anleihen steigen erneut

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Die Lage für Spanien verschlechtert sich: Bei einer Auktion von Staatsanleihen kletterten die Renditen etwa für Bonds mit fünfjähriger Laufzeit auf fast 6,5 Prozent – Anfang Juni waren sie noch bei rund 6 Prozent gelegen. Am Sekundärmarkt stiegen die Renditen für zehnjährige Papiere sogar über die kritische Marke von sieben Prozent. Zudem ging die Nachfrage deutlich zurück. Insgesamt konnte sich Spanien knapp drei Milliarden Euro an frischem Kapital besorgen. “Bei langfristigen Bonds sind die Zinsen, die Spanien bezahlen muss, sehr hoch”, meint Finanzexperte Javier Ferrer, “und darunter hat die Auktion am meisten gelitten. Es gibt immer noch große Vorbehalte gegenüber Spanien, Zweifel daran, wie die Bedingungen für die Hilfskredite sich auswirken werden. Es wird sehr wichtig, was bei der Unterzeichnung des Memorandums und der Diskussion darüber letztlich herauskommt.”

Auch über dieses Memorandum zur Bankenrettung gibt es Unklarheiten. So heißt es darin, in aussichtslosen Fällen sei eine geordnete Insolvenz des betroffenen Instituts vorgesehen. Der spanische Wirtschaftsminister jedoch erklärte, es gebe keine Pläne, Banken zu schließen. Insgesamt geht es um eine Summe von bis zu 100 Milliarden Euro, die Madrid ausschließlich zur Bankenrettung verwenden darf.