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Londons Nahverkehr rüstet sich für Olympia - die Regierung hilft

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Londons Nahverkehr rüstet sich für Olympia - die Regierung hilft

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Der Chef geht schon mit gutem Beispiel voran: David Cameron fährt durchaus manchmal Zug, und zur Eröffnung der Olympischen Spiele will er nun mit der U-Bahn kommen.

Und nicht nur das: Der britische Premierminister hat
auch seine Minister angewiesen, dass sie Londons Busse und Bahnen nehmen, wenn sie zu olympischen Wettkämpfen wollen. Der Dienstwagen
ist für die Minister damit tabu – und erst recht die eigens eingerichteten Straßenspuren für Olympiateilnehmer. Sowjetische Verhältnisse soll es
in London nicht geben.

Die Spiele beginnen nächsten Freitag: Wie das Londoner Verkehrsnetz die vielen Gäste verkraftet, ist eine große Unbekannte.

Auf Londons Straßen passe eben nur eine bestimmte Anzahl an Autos, sagt John Mason von TfL, den Verkehrsbetrieben. Man habe deshalb die
Leute zum Nachdenken darüber bringen wollen, ob man ins Stadtzentrum wirklich mit dem Auto fahren müsse. Man wolle dafür sorgen, dass alle, die zu den Sportstätten müssten, dort auch hinkämen.

Seit letztem Monat geht das auch hoch über London: Weit im Osten der Hauptstadt fährt eine Seilbahn, ganz wie sonst im Skigebiet. Geliefert wurde sie aus Österreich.

Die Seilbahn verbindet über gut einen Kilometer den
früheren Millennium Dome in Greenwich mit einem Tagungszentrum jenseits der Themse, im
ehemaligen Dockgebiet – beides olympische Wettkampfstätten.

Die Fahrt ist um einiges teurer als eine normale Busfahrt: Dafür genießt man aber auch eine ungewöhnliche Aussicht auf London aus bis zu neunzig Meter Höhe.