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Papst-Butler aus Vatikanhaft entlassen

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Papst-Butler aus Vatikanhaft entlassen

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In der Enthüllungsaffäre “Vatileaks” des Heiligen
Stuhls kann der Kammerdiener des Papstes seine Haftzelle im Vatikan verlassen. Paolo Gabriele stehe nach einer Entscheidung des vatikanischen Untersuchungsrichters jetzt nur noch unter Hausarrest in seiner Privatwohnung, meldet der Vatikan.

Der 46-jährige Kammerdiener soll eine Reihe vertraulicher Dokumente entwendet haben, die anschließend in den vergangenen Monaten durch die Medien gingen.

In den teils brisanten Papiere ging es etwa um einen angeblichen Mordkomplott gegen den Papst oder über das Finanzgebaren der Vatikanbank IOR.

Gabrieles Anwalt, Carlo Fusco sagte, der Kammerdiener war stets vom Wunsch getrieben, dem Papst in Liebe zur Seite zu stehen: “Außerdem kann ich bestätigen, dass es kein Netzwerk, kein Komplott innerhalb des Vatikans gab, in dem Paolo involviert war.”

Benedikt XVI. hatte wegen der Vatileaks-Affäre eine Untersuchungskommission eingesetzt. Die Ergebnisse ihrer Befragungen werden nun dem Papst vorgelegt. Danach entscheidet der Untersuchungsrichter des Vatikans, ob Gabriele wegen schweren Raubes vor Gericht gestellt werden soll oder nicht. Im schlimmsten Fall wartet eine Haftstrafe von sechs Jahren auf ihn.