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Regime Assads verliert Macht und UN-Beobachtermission wird fortgesetzt

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Regime Assads verliert Macht und UN-Beobachtermission wird fortgesetzt

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Knapp eine Woche, nachdem die Kämpfe zwischen Regimegegnern und Regierungstreuen in Syriens Hauptstadt begannen, scheint es, dass die syrische Staatsmacht mehr und mehr die Oberhand verliert. Mit Kontrollen in der Zivilbevölkerung versucht sie dagegen anzugehen.

Am Freitag hatten zugleich Kommandeure der Freien Syrischen Armee bewaffnete Oppositionskräfte aufgefordert, ausländische Kämpfer auf Seiten des Regimes zu töten. Legitime Ziele seien Mitglieder der libanesischen Schiiten-Bewegung Hisbollah, der iranischen Revolutionsgarden sowie der Palästinensergruppen im Dienst Baschar al-Assad.

Kriegspropaganda derweil beim Begräbnis des Verteidigungsministers, der am Mittwoch bei einem Bombenattentat auf den nationalen Krisenstab mit drei anderen engen Vertrauten Assads getöten worden war. Allerdings blieb Assad der Zeremonie fern und schickte seinen Vize-Pràsidenten. Auch dies interpretieren Experten als Machtverlust.

Der UN-Sicherheitsrat hatte sich am Freitag auf eine einmalige Verlängerung der Beobachtermission
in Syrien geeinigt. Damit bleiben die Blauhelme weitere 30 Tagen im Land.

Die syrische Muslimbruderschaft erklärte am Samstag den Friedensplan von UN-Sondervermittler Kofi Annan für gescheitert: Er habe das Sterben von Zivilisten nicht verhindern können und dem Regime von Baschar al-Assad nur Zeit verschafft.