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Trauer und Bestürzung nach Blutbad in den USA

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Trauer und Bestürzung nach Blutbad in den USA

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Trauer und Bestürzung herrschen nach dem neuen Blutbad in den USA: Zwölf Menschen sterben in Aurora am Rand von Denver, als ein junger Mann
bei der Premiere des neuen “Batman”-Films auf einmal im Kinosaal um sich schießt. Fast sechzig Menschen werden in dem Kugelhagel verwundet. Der Schütze wird festgenommen; sein Motiv ist unbekannt.

Als die Polizei seine Wohnung durchsuchen will, stellt sie fest, dass sie regelrecht vermint ist. Auroras Polizeichef Dan Oates sagt, in der Wohnung
sehe man jede Menge Drähte, Stolperdrähte, Behälter mit Munition, Behälter mit Flüssigkeiten, manches sehe aus wie Mörsergranaten. Dort hineinzukommen sei sehr schwierig und könne Tage dauern.

Der 24-jährige Schütze hatte mehrere Gewehre und Pistolen. In den letzten sechzig Tagen habe der Mann vier Waffen in Läden in und um Denver gekauft, sagt der Polizeichef weiter; dazu über das Internet noch mehr als sechstausend Schuss Munition.

Der neue “Batman”-Film lief an diesem Tag in über viertausend amerikanischen Kinos an. Die Sicherheitsvorkehrungen bei den Vorführungen werden nun verschärft; außerdem werden zum Beispiel Masken oder Spielzeugwaffen verboten, mit denen sich manche Fans für einen solchen Kinoabend ausrüsten.

Die Europapremiere gestern abend in Paris mit Batman-Darsteller Christian Bale und anderen Schauspielern wurde abgesagt. In andere Länder wie
Deutschland, Österreich oder die Schweiz kommt der
Film erst nächste Woche.