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Trotz Amoklauf keine strengeren Waffengesetze

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Trotz Amoklauf keine strengeren Waffengesetze

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Der Amoklauf in dem Kino im US-Bundesstaat Colorado hat die Debatte um die Waffengesetze neu entfacht. Der Täter hatte Waffen und Munition offensichtlich legal erworben. Richard Taylor, der in Aurora eine Waffengeschäft betreibt, erläutert mit welchen Maßnahmen der Bundesstaat Colorado den freien Waffenkauf erschwert: “Um in Colorado eine Handfeuerwaffe zu kaufen, muß man einen Wohnsitz in Colorado besitzen, 21 Jahre alt sein, eine Überprüfung des Strafregisters überstehen. Das kann 5 oder 10 Minuten dauern, manchmal auch Stunden, aber es ist eine Sofortprüfung”, beschreibt Waffenhändler Richard Taylor die Bestimmungen.

Angesichts der starken Waffenlobby haben weder Präsident Barack Obama noch dessen vermutlicher republikanischer Herausforderer, Mitt Romney, eine Verschärfung der Waffengesetze gefordert. Nach Ansicht vieler Amerikaner würde das auch nichts nützen.

“Ich glaube nicht, dass ein völliges Verbot die Tragödie verhindert hätte. Er hätte vermutlich einen anderen Weg gefunden, vielleicht hätte er eine Gasflasche mitgenommen und angesteckt”, sagt Taylor.

Der Amoklauf weckt Erinnerungen an das Massaker in der Columbine High School im Jahre 1999. Sie liegt gut eine halbe Stunde von Aurora entfernt. Damals waren 12 Schüler und ein Lehrer erschossen worden. Auch das hat zu keiner Verschärfung der Waffengesetze geführt.