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Über 110.000 Syrer flüchten vor Assads Regime

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Über 110.000 Syrer flüchten vor Assads Regime

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An der Grenze zum Libanon stauen sich die Autos. Täglich werden es mehr Flüchtlinge aus Syrien, die ihr Hab und Gut zusammengepackt haben und nur eines wollen: Weg vom Regime Assads. Allein in diesem Nachbarstaat kamen laut Angaben der UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR in den vergangenen Tagen mehr als 30.000 Menschen an.

Insgesamt rund 112.000 Menschen flohen bislang aus Syrien – neben dem Libanon sind Jordanien, die Türkei und der Nordirak ihr Ziel. 75 Prozent von ihnen sind Frauen und Kinder.

Jordanien ist das ärmste Land, wohin es die Flüchtlinge treibt – bislang rund 34.000 Menschen. Viele haben dort Verwandte, kommen in Notunterkünften unter. Palästinensische Flüchtlinge aus Syrien werden allerdings manchmal an der Grenze zurückgeschickt.

Die Türkei ist das Ziel jener Flüchtlinge aus dem Norden Syriens. Dieses Gebiet soll nach türkischen Angaben allerdings fest in Rebellenhand sein.

“Es ist schrecklich. Überall lagern Rebellen. Das neue Zollgebäude in Bab al-Hawa ist von den Rebellen besetzt und das alte von syrischen Soldaten!”, sagt ein syrischer Flüchtling.

Mehr als 43 000 Syrer hat die Türkei bislang als
Flüchtlinge registriert. Sie sind in mehreren Zeltstädten und Containerlagern nahe der Grenze untergebracht. Auf Hilfe von den Vereinten Nationen können diese Menschen wohl aktuell kaum Hilfe erwarten.