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Spanier protestieren wieder gegen Einsparungen

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Spanier protestieren wieder gegen Einsparungen

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Wieder wehren sich Tausende Spanier gegen die Einsparungen, die ihnen ihre Regierung verordnet hat. In Madrid ziehen sie durch die Straßen; unter ihnen sind viele Arbeitslose, die sich zu Fuß und per
Anhalter aus anderen Landesteilen auf den Weg in die Hauptstadt gemacht hatten. Erst am Donnerstag
hatte es Kundgebungen im ganzen Land gegeben.

“Diese Gesetze senken keine Arbeitslosigkeit”, sagt eine Frau hier; “das wird nur noch mehr werden.” – “Hinter anderen Kundgebungen standen die Gewerkschaften, das ist nicht jedermanns Fall”, meint ein Mann. “Hier sind viel weniger Gewerkschaftsfahnen, das ist eine Bewegung von unten, und das war auch mal nötig.”

“Alles, was in Europa verhandelt worden ist”, sagt eine weitere Demonstrantin, “muss hier verhandelt werden, in den Regionen, mit allen Politikern. Dann können wir entscheiden und Europa sagen, was die Spanier wirklich wollen, und bekommen es nicht mehr aufgedrückt.”

Spaniens Regierung und Parlament haben gerade neue Einsparungen beschlossen, über rund 65 Milliarden Euro. Dazu gehört eine drastische Erhöhung der Mehrwertsteuer ebenso wie Einschnitte beim Arbeitslosengeld – in einem Land, in dem jeder Vierte keine Arbeit hat.