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Blutiger Montag im Irak

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Blutiger Montag im Irak

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Eine Welle der Gewalt hat drei Tage nach Beginn des Fastenmonats Ramadan den Irak erschüttert.

Bei Angriffen von Aufständischen und bei Bombenanschlägen im ganzen Land wurden mehr als 100 Menschen getötet, Hunderte wurden verletzt. Es war einer der gewalttätigsten Tage im Irak seit Monaten.

Salah Mikhlif steht in Tadschi vor den Trümmern seines Hauses. Eine Autobombe brachte in der Straße mehrere Häuser zum Einstürzen. Er ist mit dem Leben davongekommen. Er erzählt: “Fünfzehn Minuten vor der Explosion schaute ich auf die Straße und es waren keine Autos dort geparkt. Jetzt liegen hier ein Dutzend Häuser in Trümmern. Warum tun die Behörden nichts? Wo sind die Sicherheitskräfte?”

An 18 Orten im ganzen Land wurden 27 Bombenanschläge gezählt.

Erst am Sonntag waren bei Anschlägen mindestens 17 Menschen getötet worden, etwa inhundert wurden verletzt.

Al Kaida im Irak hatte am Wochenende in einer Internet-Botschaft angekündigt, die Organisation werde ihre Angriffe verstärken, um eine islamische Republik im Irak zu erschaffen. “Wir werden für eine neue Phase der Gewalt sorgen”, hieß es in der Audiobotschaft. Gleichzeitig rief Al Kaida junge Männer dazu auf, sich zu “Gotteskämpfern” im Namen des Islam ausbilden zu lassen.