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Feuer in Spanien und Portugal: "Wir mussten weg, ganz schnell"

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Feuer in Spanien und Portugal: "Wir mussten weg, ganz schnell"

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Innerhalb weniger Stunden ist aus einem lokalen Feuer in der spanisch-französichen Grenzregion ein riesiger Waldbrand geworden.
Das Feuer in Gironda – hier liegt auch die Costa Brava – sei “völlig außer Kontrolle”, so die Regionalregierung Kataloniens.

Drei Menschen seien bisher ums Leben gekommen, drei verletzt worden, so das katalanische Innenministerium. Bisher seien etwa 6000 Hektar Fläche zerstört worden.

Ein Mann in La Jonquera – Portbou:

“Wir waren am Arbeiten, und das Feuer raste auf uns zu – ein Mann hatte den Schlüssel für den Schrank. Aber wir hatten keine Zeit, irgendwas mitzunehmen. Wir mussten weg, ganz schnell.”

In Portugal haben Waldbrände Teile beliebter Touristen-Hochburgen zerstört, auch Urlauber fühlten sich bedroht. An der Algarve brauchte die Feuerwehr drei Tage, um ein Feuer unter Kontrolle zu bringen. Das Ganze nur rund 20
Kilometer von der Küste entfernt.

Auf der Insel Madeira mussten in den vergangenen Tagen Dutzende Menschen Häuser und Wohnungen verlassen – wenn sie denn rauskamen.

Ein Mann in Santa Cruz, Assomada, Madeira:

“Die Häuser hier sind alle von Feuer eingekreist, die Menschen sind eingeschlossen oder auf der Flucht und mussten ihre Tiere im Stich lassen. Das halte ich nicht aus.”

Im Lauf des Wochenendes hat sich die Lage auf Madeira etwas entspannt. Auf der iberischen Halbinsel herrschten Windböen von bis zu 90 Stundenkilometern.

mit Reuters, AFP, dpa