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Kubanischer Dissident stirbt bei Verkehrsunfall

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Kubanischer Dissident stirbt bei Verkehrsunfall

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Der bekannte kubanische Dissident Oswaldo Paya ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.
Der 60-Jährige war mit drei Freunden unterwegs. Bei dem Unfall etwa 800 Kilometer östlich von Havanna starb auch der Dissident Harold Cepero.

Der Tod von Paya ist laut seinem Mitstreiter Elizardo Sanchez ein großer Verlust für die Demokratiebewegung. “Von all den Dissidenten, die es mit dem Regime der Castro Brüder aufnehmen, war Paya der wichtigste, da besteht kein Zweifel. Er hat es geschafft, 20.000 Unterschriften zu sammeln, um eine Gesetzesreform zu fordern. Das hat vor ihm noch niemand geschafft. Er war ein Bespiel dafür, was man friedfertig und ohne jede Gewalt erreichen kann,” so Sanchez.

Paya hatte 2002 den Sacharow-Preis für Meinungsfreiheit des Europaparlaments erhalten und wurde mehrmals als Kandidat für den Friedensnobelpreis genannt.

Paya war der Meinung, dass die treibende Kraft der Gesellschaft die Souveränität des Volkes sein sollte und nicht die Kommunistische Partei.