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Mammut-Aids-Konferenz - Millionen haben kaum eine Chance, manche nutzen sie

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Mammut-Aids-Konferenz - Millionen haben kaum eine Chance, manche nutzen sie

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Knapp 40 Millionen Tote in drei Jahrzehnten, mehr als 30 Millionen warten auf ein Heilmittel. Das ist aber nicht in Sicht, eineinhalb Millionen Menschen sterben weltweit jedes Jahr an der Epidemie – das ist die Lage zum Auftakt der Welt-Aids-Konferenz in Washington.

Die erste Aids-Konferenz in den USA seit mehr als 20 Jahren in Washington hat dennoch erstaunlich opimistisch begonnen.

Besonders bei Impfung und Prävention sehen Experten in jüngster Zeit große Fortschritte.

Christo Greyling aus Südafrika wurde vermutlich als Bluter angesteckt. Seine beiden Kinder sind dank intensiver medizinischer Betreuung HIV-negativ.

Christo Greyling, Direktor HIV und Infektionskrankheiten, World Vision International:

“Ich selbst lebe seit 25 Jahren als HIV-Positiver. Eigentlich wäre ich hier auch ein Kandidat für dieses Gedenk-Patchwork gewesen. Aber ich lebe. Und hier zu stehen und das zu sehen, und zu erkennen, wie viele Menschen schon weg sind, und .. . wenn es nur genug Ressourcen, Engagement und Finanzierung gäbe, dann hätten viele dieser Menschen nicht sterben müssen.”

Der Teppich erinnert an eine halbe Million Aids-Opfer in den USA.

Sorgen bereiten den Experten unter anderem eine zunehmende Resistenz gegen HIV-Medikamente.
und steigende Infektionszahlen in Zentralasien, Osteuropa, dem Mittleren Osten und Nordafrika.

Das Treffen der 25 000 dauert bis kommenden Freitag. Ihr Motto: “Gemeinsam das Blatt wenden”.

Erst vor zwei Jahren hatten die USA ein seit 1987 bestehendes Einreiseverbot für HIV-Infizierte aufgehoben.

mit AFP, dpa