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Mutmaßlicher Kino-Todesschütze schweigt vor Gericht

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Mutmaßlicher Kino-Todesschütze schweigt vor Gericht

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Der mutmaßlicher Kino-Todesschütze von Aurora James Holmes hat sich bei seinem ersten Auftritt vor Gericht nicht geäußert. Die Anhörung in Centennial im US-Bundesstaat Colorado dauerte nur wenige Minuten. Ein Richter konfrontierte ihn mit den Vorwürfen. Am kommenden Montag soll die offizielle Anklage erhoben werden.

Der 24-Jährige muss in Untersuchungshaft bleiben und darf keinen Kontakt zu Zeugen und Opfern haben. Staatsanwältin Carol Chambers sagte nach der Anhörung, es könne bis zu einem Jahr dauern, bis der Prozess eröffnet werde. Zudem denke man darüber nach, die Todesstrafe für James Holmes zu fordern. Ob es dazu komme, hänge auch vom Einverständnis der Opferfamilien ab, erklärte Chambers. Es sei eine Entscheidung, die “sich viele Jahre auf sie auswirke. Dies sei ein langer Prozess.

Die Todesstrafe müsse innerhalb von 60 Tagen nach der Anklageerhebung beantragt werden. Am Vorabend der Anhörung gedachten tausende Menschen bei einer Gedankveranstaltung der Opfer. US-Präsident Barack Obama reiste nach Aurora und besuchte Betroffene.

Bei dem Amoklauf während einer Premiere des neuen Batman-Films waren in der Nacht zum Freitag zwölf Menschen getötet worden. 58 Menschen wurden verletzt, acht davon befinden sich noch in kritischem Zustand.