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Bis nach Barcelona stinkt es verbrannt

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Bis nach Barcelona stinkt es verbrannt

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Die spanische Mittelmeerküste an der Grenze zu Frankreich brennt. Seit zwei Tagen. 500 Feuerwehrleute und 1000 Freiwillige, Militärs, Polizisten, Förster bekommen das Feuer in Katalonien nicht unter Kontrolle.

“Keine Ahnung, wann wir das schaffen,” sagt der katalanische Innenminister Felip Puig. Das sei das schlimmste Feuer in der Region seit einem Vierteljahrhundert.

Das Feuer im Nordosten Spaniens verwüstete bisher 13 000 Hektar Fläche. Mindestens vier Menschen starben, weitere 24 wurden verletzt, 15 schwer, so sein Ministerium.

Selbst in der Metropole Barcelona, 150 Kilometer weiter im Süden, stinkt es verbrannt. Etwa 150 deutsche Kinder, die an der Costa Brava Urlaub machten, wurden in Sicherheit gebracht, Touristen packen ihre Koffer.

Dramatische Szenen spielten sich auf einer engen Landstraße ab. An der steilen Felsenküste zwischen der Stadt Portbou und der Grenze wurden etwa 50 Fahrzeuge vom Feuer eingeschlossen. Die Insassen flohen zu Fuß über die Berge. Mit katastrophalen Folgen für eine französische Familie: Der 60 Jahre alte Vater und seine 15-jährige Tochter sprangen ins Meer und ertranken. Die Mutter und zwei weitere Kinder überlebten verletzt.

Mögliche Ursache: Glimmende Zigarettenkippen aus einem Autofenster. Solcher Leichtsinn soll in Spanien künftig härter bestraft werden.

mit AFP, Reuters, EFE