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Die Frage nach dem Warum - Todesschütze schweigt

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Die Frage nach dem Warum - Todesschütze schweigt

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James Holmes, der mutmaßliche Todesschütze von Aurora, ist erstmals vor Gericht erschienen. Der 24-Jährige wirkte abwesend, als der Richter ihn mit den Vorwürfen konfrontierte.

Holmes soll bei einer Premiere zum neuen Batman-Film zwölf Menschen erschossen und 58 zum Teil schwer verletzt haben.

Der frühere Student hat sich hinter seinen Anwälten verschanzt und äußert sich nicht zur Tat.

Mit seinem Schweigen und seinem Benehmen zog Holmes die Wut der Angehörigen der Opfer auf sich. Der Vater von Alex Teves sagte: “Ich habe diesen Feigling heute im Gericht gesehen. Alex hätte ihn ohne weiteres fertig machen können.”

Die Familie des Amokläufers war nicht anwesend, ließ aber über ihre Anwältin Lisa Damiani ausrichten: “Die Familie möchte bekräftigen, dass sie in Gedanken bei den Opfern und deren Angehörigen sei. Die Familie Holmes möchte ihre Privatsphäre wahren und wird aus diesem Grund vorerst nichts über James oder ihre Beziehung zu ihrem Sohn sagen.”

Der Richter wird in einer Woche offiziell Anklage erheben. Die Staatsanwaltschaft könnte die Todesstrafe fordern, doch der Prozess wird voraussichtlich erst in einem Jahr beginnen.

Die Menschen in Aurora trauern unterdessen um die Opfer. Viele haben vereinbart, den Namen des mutmaßlichen Täters nicht zu nennen, um ihm keine Aufmerksamkeit zuzugestehen.