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Eurozone hat ein Glaubwürdigkeitsproblem

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Eurozone hat ein Glaubwürdigkeitsproblem

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Die Schuldenkrise hat die Eurozone fest im Griff. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker bekräftigte zwar die Stabilität der Eurozone als Ganzes, doch die in mehreren Ländern verschlechterte sich die Lage am Anleihemarkt. Guntram Wolff, stellvertretender Leiter der Brüsseler Denkfabrik Bruegel, zu den Hintergründen: “Das Regierungssystem hat ein Problem, glaubwürdig zu machen, dass wirklich dieser Fortschritt gemacht wird hin zu einer Bankenunion, hin zu einer stärkeren Integration der Eurozone, und das addiert sich alles zusammen und letztendlich macht es irgendwann “Klick” und Investoren vertrauen nicht mehr und verkaufen einfach nur weil sie sonst fürchten, noch mehr Verluste zu machen als sie schon ohnehin gemacht haben.” Die Unsicherheit über den Ausgang der Krise nimmt zu, außerdem wird immer wahrscheinlicher, dass Griechenland die Eurozone verlassen muss. Guntram Wolff darüber, was getan werden sollte: “Wir brauchen einen fiskalischen Stimulus auf dem Eurozonen-Niveau, wir brauchen laxere Geldpolitik im Euro-Raum als sie derzeit ist, also die Zinsen sind immer noch zu hoch, und wir brauchen sicherlich mehr ‘quantitative easing’ im Euro-Raum, und wir brauchen noch ein stärkeres Konjunktur-Programm auf dem Eurozonen-Niveau.” Vieles deutet zur Zeit auf einen – im übertragenen Sinn – sehr heißen Sommer in der Eurozone hin.