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Frankfurt und Berlin lassen sich von Moody's nicht verunsichern

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Frankfurt und Berlin lassen sich von Moody's nicht verunsichern

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Sowohl die Börse in Frankfurt als auch die Regierung in Berlin haben gelassen auf die Zweifel der Ratingagentur Moody’s am deutschen Spitzenrating reagiert.

Moody’s hatte am späten Montagabend den Ausblick für Deutschland, die Niederlande und Luxemburg von stabil auf negativ gesenkt.
Als Begründung gab Moody’s den unsicheren Ausgang der Schuldenkrise an.

Das deutsche Finanzministerium kritisierte die Entscheidung als einseitig. Die Ratingagentur habe vor allem die kurzfristigen Risiken in den Vordergrund gestellt, während längerfristige Stabilisierungsaussichten unerwähnt blieben.

Analyst Mike Ingram (BGC Partners, London) meint, im Grunde genommen komme die Moody’s Warnung nicht als Überraschung. Natürlich werde Deutschland durch eine wackelige Eurozone auch in Mitleidenschaft gezogen.

Auf dem Börsenparkett in Frankfurt interessierte man sich nicht für Moody’s. Dass das Risiko einer Herabstufung besteht, ist für die Börsianer nichts Neues.

Am Markt wächst vor allem die Angst vor einem Zahlungsausfall der Spanier. Abzulesen ist das am Rentenmarkt, wo erstmals seit elf Jahren die Rendite für fünfjährige Staatsanleihen über die für zehnjährige Papiere gestiegen ist.