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Philippiner gehen gegen ihren Präsidenten auf die Straße

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Philippiner gehen gegen ihren Präsidenten auf die Straße

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Auf den Philippinen haben rund 3000 Menschen gegen soziale Ungerechtigkeit und gegen die Politik von Präsident Benigno Aquino demonstriert.
Der Präsident hatte zuvor in seiner Rede zur Lage der Nation Fortschritte verkündet: Er sprach von Wirtschaftswachstum und Verbesserungen im Bildungs- und Gesundheitswesen.

Doch das sehen die Demonstranten anders.
Ein Sprecher der Oppositionspartei “Neues Patriotisches Bündnis” sagte, die Verbesserungen erreichten lediglich ein Prozent der Bevölkerung. “99 Prozent leiden unter hohen Preisen und niedrigen Gehältern, unter Arbeitslosigkeit und Armut.”

Besonders die Pläne des Präsidenten, in die Verteidigung zu investieren, stossen bei der Bevölkerung auf Kritik: Aquino plant, 1,8 Milliarden Dollar für Militärflugzeuge, Schiffe und Hubschrauber auszugeben.
Als Grund nannte er den Territorialstreit mit China um die umstrittenen Inseln im südchinesischen Meer.

Nach den zunächst friedliche Protesten kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen. Die Demonstranten verbrannten eine Puppe des Präsidenten und kippten Absperrungszäune und Autos um. Tausende Sicherheitskräfte waren im Einsatz, es gab mehrere Verletzte.