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Ringen ums Geld: Samaras beschwört griechische Wirtschaft

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Ringen ums Geld: Samaras beschwört griechische Wirtschaft

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Kurz vor dem Eintreffen von Vertretern der so genannten Troika in Athen hat der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras ein Erstarken der Wirtschaft in Aussicht gestellt.

Vor dem Parlament sagte er, die weiter schrumpfende Leistung könne innerhalb der nächsten 18 Monate wieder wachsen. Die Arbeitslosenquote könne in den nächsten Jahren von 24 auf 10 Prozent sinken, so Samaras.

Die Vertreter der Europäischen Kommission, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds haben mittlerweile ihre Prüfungen begonnen. Ihr Abschlussbericht entscheidet, ob das Land bis September eine weitere Milliardentranche aus dem Rettungspaket erhält.

Unterdessen haben Rentner und Beschäftigte im öffentlichen Dienst gegen Kürzungen ihrer Bezüge protestiert. Die großen griechischen Gewerkschaften hatte zu den Märschen aufgerufen.

Die Demonstranten forderten eine Umverteilung der Schuldenlast. “Wir verlangen, dass die Regierung die Besserverdienenden stärker belastet und nicht weiterhin nur die Rentner und die Arbeiter”, sagte Kostas Tsikrikas, Präsident der Gewerkschaft ADEDY. “Die Europäische Union muss ihr Vorgehen ändern, denn diese harte Politik des einseitigen Sparens ist eine Sackgasse. Sie treibt uns in Rezession und Arbeitslosigkeit.”

Panagiotis Vavougios, der Vorsitzender einer Rentnervereinigung ist überzeugt, dass die Kürzungen nicht gerecht sind: “Diese Rente ist doch unser Wohlstand, unser Eigentum. Und nun kommen sie und stehlen es. In Gottes Namen, dann nehmt doch alles und lasst uns einfach zurück. Wir können nicht mehr!”

Die griechischen Rentner hatten zuletzt Kürzungen von 23 Prozent ihrer Bezüge hinnehmen müssen.