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Spanien gerät am Anleihemarkt stärker unter Druck

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Spanien gerät am Anleihemarkt stärker unter Druck

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Spanien hat am Anleihemarkt 3,05 Milliarden Euro aufgenommen und sein Maximalziel damit leicht übertroffen. Allerdings bleibt die kurzfristige Kreditaufnahme für Madrid teuer. Um sich für drei Monate Geld zu leihen, wird eine Rendite von 2,43 Prozent fällig. Bei einer sechsmonatigen Laufzeit sind es 3,69 Prozent — fast ein halber Prozentpunkt mehr als im vergangenen Monat.

Schon am Montag musste Madrid Rekordzinsen für Zehnjahrespapiere bezahlen. Laut Analysten droht Spanien bald die Zahlungsunfähigkeit. “Ich glaube, die EZB und die Eurozone wollen verhindern, dass Spanien unter den Rettungsschirm schlüpft”, so der Marktstratege David Jones von IG Index, “aber eine Alternative ist im Moment schwer zu erkennen.”

Am Dienstagabend will sich Spaniens Wirtschaftsminister Luis de Guindos in Berlin mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble treffen, um die Finanz- und Bankenkrise in seinem Land zu diskutieren.