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Welt-Aids-Konferenz 2012

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Welt-Aids-Konferenz 2012

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Der AIDS-Aktivist Guy Jenkins-Bass wurde mit 18 Jahren von einem Bekannten vergewaltigt, der HIV-positiv war. Seine erste sexuelle Erfahrung war zugleich seine erste Begegnung mit AIDS. Seit 13 Jahren lebt er mit der HIV-Infektion. Der 31-Jährige fühlt sich wie ein ganz normaler, gesunder Mensch, dank moderner Medikamente. Vor 30 Jahren kam die Diagnose einer Todesbotschaft gleich, heute haben früh Behandelte eine fast normale Lebenserwartung. Um Forschung, Behandlung, Prävention und Finanzierung geht es auf der Welt-AIDS-Konferenz 2012 in Washington mit rund 25 000 Teilnehmern, Experten, Politkern und prominenten Persönlichkeiten.
“Gemeinsam das Blatt wenden” lautet das Motto der Konferenz. Der weltweite Kampf gegen HIV zeigt Wirkung. Experten glauben, dass das Ziel einer Aids-freien Generation in den Bereich des Möglichen rückt.
Durch retrovirale Therapien ist AIDS zu einer behandelbaren chronischen Krankheit geworden. Doch die Medikamente sind so teuer, dass sich die Krankheit zunehmend zu einer Geißel der Armen und Ausgegrenzten entwickelt. Auch im Gastgeberland der Konferenz, in den USA. Besonders stark betroffen sind schwarze Frauen in urbanen Gebieten. Sorgen bereiten auch die zunehmende Resistenz gegen HIV-Medikamente und steigende Infektionszahlen in Zentralasien, Osteuropa, dem Mittleren Osten und Nordafrika. Weltweit sind schätzungsweise 34 Millionen Menschen mit HIV infiziert. AIDS ist nach wie vor eine globale Bedrohung.