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Blutige Gefechte in Syrien - UN zieht 150 Beobachter ab

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Blutige Gefechte in Syrien - UN zieht 150 Beobachter ab

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In der nordsyrischen Wirtschaftsmetropole
Aleppo haben sich Regierungstruppen und Rebellen erneut blutige Gefechte geliefert.
Nach den jüngsten Erfolgen der Aufständischen scheint das Militär wieder die Oberhand zu gewinnen. Wie Rebellen berichteten, wurden mindestens 2000 Regierungssoldaten nach Aleppo geschickt. Mit Kampfhelikoptern und Panzern sollen sie die Aufständischen aus einigen Stadtvierteln zurückgedrängt haben. Bewohner in Aleppo sprachen von Raketenangriffen und von Familien, die in Panik aus der Stadt flohen.

In Damaskus beschossen Kampfhubschrauber die Positionen der Rebellen im Viertel Al-Hadschar al-Aswad. Allein am Dienstag waren landesweit mehr als 160 Menschen ums Leben gekommen, wie
Menschenrechtsbeobachter in London mitteilten.

Vor dem Hintergrund der sich ausweitenden Kämpfe haben die Vereinten Nationen Beobachter aus Syrien abgezogen. Der Chef des UN-Einsatzes,
Hervé Ladsous, sagte: “Wir haben etwa die Hälfte unserer 300 Beobachter in ihre Heimat zurückgeschickt. Die Mission operiert jetzt auf einer reduzierten Basis, mit weniger Leuten und weniger Stützpunkten in der Provinz. Und sie tut, was sie kann.”

Die Türkei schloss unterdessen alle
Grenzübergänge in das Nachbarland. Die Sicherheitslage lasse keinen Handelsverkehr mehr zu, sagte der türkische Wirtschaftsminister Zafer Caglayan. Flüchtlinge dürften die Grenze aber weiterhin überqueren.