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Athener Gespräche zur Schuldenkrise

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Athener Gespräche zur Schuldenkrise

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Da dürfte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso dem griechischen Ministerpräsident kräftig ins Gewissen geredet haben…In Athen ließ er sich von Antonis Samaras die neuesten Sparvorhaben erläutern,- wohl kaum, ohne ihm den Ernst der Lage noch einmal ausdrücklich vor Augen zu führen.

Klar ist, dass Griechenland bislang die Auflagen der Troika nicht wie vorgeschrieben abgearbeitet hat. Deren Inspektoren werden nun erneut ihr Urteil zu fällen haben. Die neuen Maßnahmen sollen Einsparungen von mehr als 11,5 Milliarden Euro für die kommenden zwei Jahre einbringen.

Dieser griechische Analyst zeigt sich skeptisch, was den Stand der Reformen angeht:“Die angestrebten Reformen, die die griechischen Politiker versprochen haben, kommen nicht voran, alles geht sehr, sehr langsam vorwärts. Schneller geht es nur bei den Kürzungen: Gehälter, Renten…Da geht es schnell.”

Athen ist in Rückstand geraten, weil während des Dauer-Wahlkampfs im Frühjahr fast alle Reform- und Sparvorhaben liegen geblieben sind. Vom Urteil der Troika hängt es letztlich aber ab, ob weitere
Milliarden fließen oder das Land demnächst bankrott ist – mit ungewissen Folge für Europa.