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Avant-Garde Möbeldesign der Sowjetära

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Avant-Garde Möbeldesign der Sowjetära

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Innendesign aus der Sowjetära hat in der Kunstwelt bis vor kurzem kaum Liebhaber gefunden. Das hat sich nun geändert, wie eine Ausstellung in der Moskauer Heritage Gallerie zeigt.

Möbeldesigner im Russland der 50er und 60er Jahre, der Tauwetterperiode unter Parteichef Nikita Chruschtschow, orientierten sich sowohl am Stil der 20er und 30er Jahre wie auch an internationalen Trends. Das will die Kuratorin Kristina Krasnjanskaja mit der Ausstellung “Avant-Garde und Post-Avant-Garde in sowjetischem Design” demonstrieren.

“Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass vieles in unserem Land ästethisch vom Ausland beeinflusst war”, die Kuratorin. “Während unserer Forschung wurde uns klar, dass die Designer der 60er Jahre, der Tauwetterperiode, von den Künstlern der Avant-Garde inspiriert wurden.”

Die Abkehr vom Stalinismus und innen- wie außenpolitische Entspannung gingen einher mit einem gewaltigen Wohnungsbauprojekt. So viele Sowjetbürger wie möglich sollten in kleinen, aber modernen Wohnungen untergebracht werden.

Jurij Slutschewskij war damals ein junger Möbeldesigner. Heute ist er Professor an der Stroganow-Kunstakademie in Moskau. “Damals mussten wir in unserem Land billige Möbel in großen Mengen herstellen”, erklärt Slutschewskij. “Die Produktionskosten waren niedrig und die Absatzpreise günstig. Dieser Trend ist in gewisser Weise lebendig geblieben und hat sich als erfolgreich erwiesen. Meines Erachtens ist in dieser Hinsicht Gutes erreicht worden.”

Für die einst billigen Möbel aus der Sowjetunion werden heute immer höhere Preise bezahlt, aber selbst Kunstsammler haben Schwierigkeiten, Stücke aus der Periode aufzutreiben.

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