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Gericht geht gegen Umweltsünder vor

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Gericht geht gegen Umweltsünder vor

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In Süditalien hat die unerwartete gerichtliche Anordnung der Schließung einer Stahlfabrik für Unruhe gesorgt.

Die Anlage von ILVA gilt als größte stahlproduzierendes Werk Europas und ebenso als einer der massivsten Umweltverschmutzer.

Betroffen von der Verschmutzung ist jedoch nicht nur die unmittelbare Umgebung der Fabrik,um das süditalienische Taranto, sondern eigentlich ganz Italien. Messungen zufolge ist die Anlage, die rund 12000 Arbeiter beschäftigt, für den Großteil des italienischen Dioxin-Ausstoßes verantwortlich.

Doch die Arbeiter haben nun ganz andere Sorgen, so meint einer:“Natürlich müssen wir um unsere Arbeitsplätze kämpfen! Auch die Umwelt, ja. Das darf doch aber nicht gleich heißen, die Fabrik dicht zu machen.”

Ein anderer:“Wir wissen noch nicht, wann wir wieder arbeiten dürfen. All diejenigen, die hier gearbeitet haben…was sollen DIE jetzt die kommenden Wochen ihren Familien erzählen?”

Umweltexperten bezifferten die Kosten für eine umfassende Reinigung der Region von Bleirückständen in Boden und Wasser auf mindestens 300 Millionen Euro. Eine Summe, die die Zentralregierung in Rom der Region Taranto mittlerweile zusagte.