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Griechenland-Krise spitzt sich zu

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Griechenland-Krise spitzt sich zu

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Der Verbleib Griechenlands in der Eurozone wird immer ungewisser. Laut Analysten der Citibank liegen die Chancen, dass Athen den Euroraum im Lauf der nächsten 12 bis 18 Monate verlässt, mittlerweile bei 90 Prozent. Die Regierung versucht, ihre Gläubiger mit einem neuen Sparplan für 2013 und 2014 zu überzeugen – aber dennoch scheint die Rückkehr zur Drachme nur mehr eine Frage der Zeit.

Zwei Rettungspakete von 110 und 130 Milliarden Euro wirkten nur kurzfristig stabilisierend, im September wäre die nächste Kredittranche fällig aber Athen benötigt schon vorher Geld – und Experten sehen zunehmend schwarz. “Was wir in Griechenland brauchen, sind direkte Investitionen aus dem Ausland”, meint Theodore Krintas von Attica Wealth Management. “Es ist offensichtlich, dass der Geldbetrag, der nötig ist, um durch neue Investitionen die Wirtschaft in Schwung zu bringen, in Griechenland einfach nicht vorhanden ist.”

An den Börsen hatte die Griechenland-Krise zuletzt immer öfter für Unruhe gesorgt – Anleger haben kaum mehr Vertrauen in das Athener Krisenmanagement. Und auch die griechische Bevölkerung wird zunehmend ängstlicher: Im Juni zogen die Griechen weitere Milliarden von den Banken ab.