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Italienische Proteste gegen Sparmaßnahmen

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Italienische Proteste gegen Sparmaßnahmen

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In Italien ist es erneut zu Protesten gegen die Sparmaßnahmen der Regierung Monti gekommen.

Unter Anderem demonstrierten in Rom die sogenannten “Ausgeschlossenen/Esodati”. Bei ihnen handelt sich um einen Personenkreis von rund 120.000 Menschen, die aufgrund der verabschiedeten Rentenreform der Regierung plötzlich ohne jegliche Pensionsansprüche dastehen. Eine Gewerkschaftssprecherin erklärt:
“Es gibt nicht genug Rücklagen für unsere Rente, weil man nicht richtig danach gesucht hat. Statt eine Vermögenssteuer einzuführen, fällt denen nur ein, die arbeitende Bevölkerung höher zu besteuern. Aber zu behaupten, es gäbe keine andere Möglichkeiten, ist inakzeptabel.”

Ebenso protestiert eine Reihe von Apothekern gegen die Pläne der Regierung, den Verkauf von Medikamenten höher zu besteuern.

Dadurch würde, besonders für kleinere Apotheken, der Druck, Personal zu entlassen deutlich steigen, so der Präsident des Kleinapothekerverbandes:
“Wir wollen keine Leute entlassen müssen! Die haben doch viele Jahre für uns gearbeitet. Was soll denn für ein Sinn darin bestehen, ihnen jetzt das Leben zu zerstören?? Das macht doch gar keinen Sinn!”

Doch die Regierung Monti im Quirinale hat kaum eine Wahl: liegen die Zinssätze für italienische Staatsanleihen doch weiterhin auf beängstigend hohem Niveau, die eine Refinanzierung bei dem hohen Schuldenstand immer schwieriger werden lassen.