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Viele Spanier mit 50 zurück zu den Eltern

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Viele Spanier mit 50 zurück zu den Eltern

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Wegen der Krise müssen die Senioren in Spanien immer öfter ihrem Nachwuchs unter die Arme greifen. Goldenen Herbst des Lebens genießen ist nicht angesagt, wenn mittelalterliche Töchter und Söhne wieder auf Mutter und Vater angewiesen sind, weil sie sich finanziell nicht mehr über Wasser halten können. Ideal ist die Situation weder für die Senioren noch für die Kinder.

Isabel Torres (50), Tochter von Magdalena Cervigon, sagt: “Ich habe meine Arbeit verloren und dann meine Wohnung. Ich wohne jetzt bei meiner Mutter.”

Und die Mutter erklärt: “Ich habe 460 Euro Rente. Nach der Miete bleiben mir noch 70 Euro im Monat, um Essen für uns zu kaufen.”

Für den geschiedenen Carlos Vesperinas (52) war es besonders hart, denn er musste aus finanziellen Gründen sein Haus aufgeben und wohnt nun also wieder bei Mama und Papa. Er sagt, das schlimmste sei, nun wieder abhängig zu sein.

Die Senioren kaufen mit ihren kleinen Renten für die ganze Familie ein. Eine ältere Dame im Supermarkt erzählt, ihr Sohn komme jeden Tag zu ihr zum Mittagessen. Sie nimmt es mit Humor: “Ich weiß nicht, ob es ihm so gut schmeckt bei mir, oder ob er Geld sparen will”, lacht sie.

So haben sich viele Senioren ihr Leben sicher nicht vorgestellt, aber über Einsamkeit im Alter können sie jedenfalls nicht klagen.