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Olympiasieger mit 38 muss man erst mal werden. Alexander Vinokurov hat’s geschafft. Am Ende einer langen Radsportkarriere landete der Kasache einen Coup, den er zugleich als größten Erfolg seiner Laufbahn einordnete.
 
Die Mehrheit der Experten hatte ein Sprintfinish als Ende des Olympischen Straßenrennens vorher gesagt, mit guten Chancen für den britischen Weltmeister Mark Cavendish und den deutschen Sprinter André Greipel. Doch es kam anders. Vinokurov machte sich gut sechs Kilometer vor dem Ziel mit dem Kolumbianer Rigoberto Urán auf und war nicht mehr einzuholen. Im Sprint spielte der Kasache dann seine ganze Erfahrung aus. Als Urán einen Moment lang unaufmerksam war und einen Blick über die Schulter wagte, sicherte sich Vinokurov die entscheidenden Meter Vorsprung, die er ins Ziel rettete.
 
Das erste Olympische Edelmetall seiner Karriere ist die “Goldene” allerdings nicht. Im Jahr 2000 fuhr Vino als Zweiter hinter Jan Ullrich ein und holte Silber. Dass der Kasache 2007 des Dopings überführt wurde, ist im Lebenslauf eines Radprofis ja nichts Besonderes. 2006 gewann er die Vuelta, zweimal wurde er zudem WM-Dritter im Einzelzeitfahren.
 
Doch mit dem Olympiasieg hat sich Vinokurov auf seine alten Tage noch einmal einen Traum erfüllt und damit auch einige Träume zerstört. Denn die gastgebenden Briten hatten den Sieg fast schon eingeplant. Zu dominant waren die Fahrer von der Insel bei der Tour de France aufgetreten, der Kurs zum wie für Cavendish gemacht. Doch im Radsport ist eben nicht alles planbar. Und schon gar nicht, dass ein 38-Jähriger am Ende seiner Karriere auf den prominentesten Platz des Treppchens sprintet.

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