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Der Kampf um Aleppo geht weiter

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Der Kampf um Aleppo geht weiter

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Armee und Rebellen kämpfen weiter um die Kontrolle über die syrische 2-Millionenstadt Aleppo. Regimegegner sprachen von anhaltenden Bombardements auch an diesem Morgen. Die Armee hatte am Wochenende in mehreren Bezirken mit Panzern, Kampfhubschraubern und Artillerie eine Offensive gegen die Aufständischen begonnen. Die Kämpfe konzentrierten sich insbesondere auf den Bezirk Salaheddine. Am Sonntag behaupteten beide Seiten, diesen in ihre Gewalt gebracht zu haben. Über größere Geländegewinne für die Armee wurde nicht berichtet.

Die Hauptstadt Damaskus will die Regierung hingegen wieder völlig unter ihre Kontrolle gebracht haben.

Der oppositionelle Syrische Nationalrat kündigte
Gespräche zur Bildung einer Übergangsregierung an. Ein erstes Treffen sei für diesen Dienstag in Kairo geplant.

Frankreich, das im August den Vorsitz im Weltsicherheitsrat übernimmt, wird nach Auskunft von Außenminister Laurent Fabius eine Dringlichkeitssitzung des Weltsicherheitsrates auf Ministerebene einberufen.

Nach Schätzungen des Roten Kreuzes und Roten Halbmonds sind allein rund 200.000 Menschen aus Aleppo geflohen. Die UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos forderte freien, sicheren Zugang für die Helfer. Jordanien öffnete am Wochenende sein erstes Flüchtlingslager für den Zustrom aus Syrien. Mehr als 140.000 Flüchtinge seien in seinem Land bereits aufgenommen worden, hieß es.