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Aleppo - Entscheidungschlacht zwischen Wohnhäusern

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Aleppo - Entscheidungschlacht zwischen Wohnhäusern

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Aleppo – Weltkulturerbe. Fast 4000 Jahre alt, weshalb es Stadtnamen in arabisch, türkisch, armenisch, kurdisch und aramäisch gibt. Im unabhängigen Syrien wurde das “Tor nach Norden” zur Wirtschaftsmetropole. Hier leben Araber und Kurden, Türken, Armenier und viele kleine Volksgruppen. Menschen, die nun weitgehend schutzlos den Kämpfen ausgeliefert sind.

Die Assad-Gegner haben die Schlacht um Aleppo zur Entscheidungsschlacht erklärt.
Von Aleppo sind es nur 45 Kilometer bis zur türkischen Grenze. Wenn die “Freie Syrische Armee” die Stadt kontrolliert, wird für sie auch der Nachschub aus der Türkei leichter.

Genau so sieht es auch der Wissenschaftler Bassam Abu Abdullah von der Universität Damaskus, wörtlich: “Wenn die Rebellen Aleppo einnehmen, sichern sie sich damit ihren Waffennachschub.”

Doch bevor es soweit ist, regiert die blanke Not in der Stadt. Zivilisten stehen nach Brot an. Die Oppositionskräfte möchten nach dem libyschen Vorbild Bengasi Aleppo zu ihrer Hochburg machen.

Entsprechende Unterstützerstimmen aus der Bevölkerung waren für diesen Beitrag nicht zu finden. Nur Äußerungen von Menschen, die leiden und Angst haben. Der Mann sagt: “ sie bedrohen bedrohen uns, sie beschießen uns”, ohne die Bedroher beim Namen zu nennen. Und die Frau auf der Straße klagt: “7 Tage lang gab es kein Brot, nichts zu essen für die Kinder.”

Inzwischen hat auch die Regierungsarmee von Präsident Baschar al-Assad die Schlacht um Aleppo zur Entscheidungschlacht erklärt. Eine Schlacht zwischen den Wohnhäusern von rund zwei Millionen Menschen.