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Bauwirtschaft braucht Investitionen

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Bauwirtschaft braucht Investitionen

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Brüssel will die Bauwirtschaft in Europa wieder in Schwung bringen. Nach Angaben der Europäischen Kommission hat die seit 2008 anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise die Hoch- und Tiefbauaufträge um 17 Prozent einbrechen lassen.
Mehr als zehn Prozent aller Arbeitnehmer in der EU sind im Baugewerbe tätig. Im vergangenen Juni hatte die EU einen Wachstumspakt im Umfang von 120 Milliarden Euro beschlossen. Wieviel davon durch Investitionen der Bauwirtschaft zugute kommen werde, sei schwierig zu sagen, so der für Industriepolitik zuständige Kommissar Antonio Tajani. Etwa zehn Prozent könnten es sein. Sicher aber sei, dass die Bauwirtschaft unterstützt werden müsse. Brüssel setzt dabei insbesondere auf Investitionen in Niedrigenergie-Gebäude sowie in die Gebäuderenovierung und -instandhaltung.
Eines der Beispiele für Investitionen dieser Art ist der Umbau des in den sechziger Jahren errichteten Polizeipräsidiums in Brüssel. “In zahlreichen Ländern gehen Bauunternehmen pleite, weil ihre Banken ihnen keine Kredite geben”, klagt Frank Faraday vom Verband der Europäischen Bauwirtschaft. “Für kleine und mittlere Bauunternehmen ist die Unterstützung durch die öffentliche Hand ein Segen”, erläutert unsere Korrespondentin Isabel Marques da Silva. “Unternehmen wie Privatpersonen benötigen jedoch Kredite. Die Hoffnung solche zu erhalten, ist aber angesichts der derzeitigen Finanzkrise eher gering.”