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Ebola: Ugandas Präsident warnt Bürger vor Körperkontakt

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Ebola: Ugandas Präsident warnt Bürger vor Körperkontakt

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Nach dem Ausbruch des Ebola-Fiebers in Uganda hat Präsident Yoweri Museveni seine Bürger aufgefordert, sich nicht mehr die Hand zu geben, und auch nicht selbst die Toten zu begraben, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. Die Krankheit wird durch engen Körperkontakt und Blut sowie andere Körpersekrete übertragen. 14 Menschen sind bereits im jüngsten Fall in Uganda gestorben.

Häufig infiziert sich Krankenhauspersonal. Gesundheitsministerin Christine Ondoa verwies auf 34 Krankenhausmitarbeiter, die nachweislich mit Ebola-Patienten in Berührung kamen. Mit den Nachforschungen in den Gemeinden werde die Zahl der nachweislichen Kontakte noch steigen. Etliche Mitarbeiter sind in Quarantäne.

Es gibt weder Therapie noch Impfung gegen das Ebola-Fieber. Die Krankheit brach Anfang Juli gut zweihundert Kilometer westlich der Hauptstadt Kampala aus und hat inzwischen auch die Stadt selbst erreicht.

“Ebola – schon allein der Name macht einem Angst”, beschreibt ein Anwohner die Lage. “Als wir im Fernsehen und in den Zeitungen über den Ausbruch der Krankheit in West-Uganda erfuhren, hat jeder Angst bekommen.”

Die Infektion mit dem Ebola-Virus führt zu Fieber und innereren und äußeren Blutungen, in der Mehrzahl der Fälle verläuft sie tödlich. Bei zwei Epidemien in Uganda im vergangenen Jahrzehnt starben um die zweihundert Menschen.