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Facebook-Börsengang verhagelt Bilanz der UBS

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Facebook-Börsengang verhagelt Bilanz der UBS

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Die Schuldenkrise und der enttäuschende Facebook-Börsengang haben der Schweizer Großbank UBS das zweite Quartal gründlich verdorben. Der Nettogewinn des Instituts ging auf rund 350 Millionen Euro zurück, nach fast 700 Millionen im Vorquartal. Die Erwartungen von Analysten wurden damit enttäuscht. Allein beim Facebook-Börsengang verlor die UBS rund 300 Millionen Euro. Laut UBS-Chef Sergio Ermotti war dies vor allem die Schuld der US-Technologiebörse Nasdaq. “Wir haben sehr viel mehr Aktien gekauft, als unsere Kunden wollten”, erklärte er, “denn bei der Nasdaq gab es ein technisches Problem. Inzwischen hat man diesen Fehler anerkannt und zugegeben. Wir werden jetzt die Justiz einschalten, um für diesen Fehler entschädigt zu werden.”

Wegen des technischen Fehlers soll die Nasdaq laut UBS zunächst nicht in der Lage gewesen sein, Aufträge auszuführen. Danach wurden die Aufträge mehrfach ausgelöst, sodass die UBS mehr Facebook-Aktien erhielt als sie verkaufen konnte. Zudem habe die Nasdaq den Börsengang schlecht gemanagt, beklagt das Bankhaus. Wieviel Schadenersatz die UBS verlangen wird, war vorerst nicht bekannt. Die Nasdaq ihrerseits kündigte bereits an, für die Geschädigten des Börsengangs insgesamt 50 Millionen Euro bereitzustellen.

Facebook hatte im Mai einen der größten Börsengänge der US-Gschichte zelebriert. Wegen des großen Andrangs kam es allerdings zu teils erheblichen Verzögerungen im Handel mit Facebook-Aktien. Zudem brach der Kurs an den ersten drei Handelstagen deutlich ein. Derzeit notiert die Aktie weit unter dem Ausgabepreis.