Eilmeldung

Eilmeldung

Festnahmen bei Anti-Kreml-Protesten

Sie lesen gerade:

Festnahmen bei Anti-Kreml-Protesten

Schriftgrösse Aa Aa

Die russische Opposition macht mobil: Bei einer Anti-Regierungs-Demonstration in St. Petersburg sind mindestens zehn Menschen festgenommen worden. Auch in Moskau kam es zu Protesten. In der russischen Hauptstadt wurden mindestens 35 Kremlkritiker festgenommen. Darunter war auch der Schriftsteller Eduard Limonow.

Seit der Rückkehr Putins als Staatschef geht der Kreml gegen Demonstranten verschärft vor. Die Opposition wirft dem Staatsapparat vor, Andersdenkende politisch ausschalten zu wollen.

Für Aufsehen sorgt jetzt die Anklage gegen den russischen Oppositionsführer Alexej Nawalny. Dem 36-Jährigen wird vorgeworfen, als Berater einer Holzfirma den Staatsbetrieb betrogen zu haben. Nawalny gilt als einer der größten Kritiker von Putin.

Bereits im Gange ist der Prozess gegen die Mitglieder der Pussy-Riot-Skandalband. Die drei Frauen müssen sich wegen eines Punk-Gebets gegen Putin in der Moskauer Erlöserkathedrale vor Gericht veranworten. Der Prozess ist äußerst umstritten.

Eine Unterstützerin der Gruppe erklärt: “Die Mädels haben bereits gesagt, dass sie die Anklagepunkte nicht verstehen. Ich denke, viele andere verstehen auch nicht, warum sie bereits seit fünf Monaten inhaftiert sind. Es ist traurig, dass nun solche Prozesse in unserem Land stattfinden.”

Den Frauen drohen sieben Jahre Straflager. Kritiker werfen dem Kreml vor, die Kirche zu benutzen, um gegen die Opposition vorzugehen.