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Frankreich räumt Stützpunkt in Afghanistan

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Frankreich räumt Stützpunkt in Afghanistan

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Die französische Armee hat einen ihrer Stützpunkte in Afghanistan geräumt. Mit einer kurzen Zeremonie verabschiedeten sich die Soldaten vom Bezirk Surobi. Die Kontrolle über das Gebiet hatten sie offiziell schon im April den afghanischen Sicherheitskräften übergeben.

Bis Ende nächsten Jahres will Frankreich all seine Soldaten aus Afghanistan abgezogen haben – früher als der Rest der NATO. Franzosen sind weiterhin in der benachbarten Provinz Kapisa und in Kabul stationiert.

General Eric Hauteclocque Raysz erklärt, die Verantwortung werde Schritt für Schritt an die Afghanen abgegeben. Deren Fähigkeiten nähmen zu, und inzwischen seien die afghanische Armee und Polizei in der Lage, in Kapisa und Surobi Sicherheit zu gewährleisten.

Frankreich stellte das fünftgrößte Kontingent der NATO-Truppen in Afghanistan und verlor dort seit 2001 87 Soldaten – die meisten in Kapisa. Bis Dezember sollen alle französischen Kampftruppen abgezogen sein. 1.400 weitere Soldaten werden sich im nächsten Jahr um den Materialrücktransport und die Ausbildung der afghanischen Polizei kümmern. Durch den schrittweisen Abzug fürchtet die französische Armee eine Schwächung und weitere Verluste.