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Krise trifft französischen Bankensektor hart

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Krise trifft französischen Bankensektor hart

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Für Frankreichs Banken geht ein schwieriges Halbjahr zu Ende. Das zeigt sich schon an den Zahlen der Société Générale: Wegen hoher Abschreibungen fiel ihr Gewinn im zweiten Quartal um 42 Prozent auf etwas mehr als 430 Millionen Euro – nach fast 750 Millionen im Vorjahreszeitraum. Société-Générale-Chef Frédéric Oudéa weiß, dass nun viel zu tun ist. “Es ist sehr wichtig, Vertrauen zurückzugewinnen”, meinte er. “Man kann keine Bank leiten, wenn man immer wieder mit mangelndem Vertrauen konfrontiert ist. Mir scheint, dass die Erklärungen der Regierungen in der vergangenen Woche ebenso wie die Aussage von Mario Draghi entscheidend waren: dass man alles tun werde, um den Euro zu retten. Das ist ganz fundamental, Aktionen der Politik sind die unabdingbare Voraussetzung für ein erfolgreiches nächstes Quartal.”

Gefährlich für die französischen Banken ist ihr starkes Engagement in Krisenstaaten wie Italien, Spanien, Griechenland oder Portugal. Nun versuchen Institute wie Credit Agricole oder BNP Paribas, sich aus den strauchelnden Ländern zurückzuziehen – was sich allerdings wiederum negativ auf ihre Bilanzen auswirkt. “Im August legen alle wichtigen französischen Banken ihre Halbjahresergebnisse vor”, so euronews-Reporter Giovanni Magi. “Daran lässt sich ersehen, wie effektiv ihre Versuche sind, der Eurokrise, die sie teilweise schwer getroffen hat, zu begegnen.”