Eilmeldung

Eilmeldung

Nach dem Blackout: Indien hat wieder Strom

Sie lesen gerade:

Nach dem Blackout: Indien hat wieder Strom

Schriftgrösse Aa Aa

Indiens Stromversorgung ist nach zweitägigem Mega-Blackout wiederhergestellt. In den Zeitungen hagelte es Kritik an der Regierung, nicht die nötige Modernisierung der überlasteten und veraltenen Netze vorangetrieben zu haben. Der Industrieverband sorgt sich um das internationale Ansehen des aufstrebenden Landes.

Nach dem ersten großen Ausfall am Montag waren Dienstagmittag im Norden, Nordosten und Osten die Netze zusammengebrochen. Etwa 600 Millionen Inder saßen ohne Licht und Kühlung da, knapp die Hälfte der Bevölkerung und mehr Menschen, als in der gesamten EU leben. Krankenhäuser, Geschäfte und Büros mussten auf Notstromgeneratoren zurückgreifen, im Verkehr gab es wegen Ampel- und Signalausfalls Chaos.

Bis zum Abend konnte die Versorgung in Neu Delhi wieder hergestellt werden, nachdem dort der Metroverkehr stundenlang stillgestanden hatte und in Fernzügen die Passagiere feststeckten. Über Nacht wurden die Pannen nach und nach landesweit behoben.

Der Energieminister führte den Ausfall darauf zurück, dass einige Bundestaaten mehr Strom als die ihnen zugewiesenen Quoten abgezapft hätten. In den Spitzenzeiten hat die schnell wachsende Wirtschaftsnation generell einen Mangel an Strom, kurzzeitige Ausfälle sind keine Seltenheit. Doch dies war einer der schwersten Blackouts in der Geschichte Indiens. Die Regierung kündigte eine Untersuchung zu den Ursachen an.